Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk
Dieses Handwerk gründet als eines der ältesten auf der Suche von Menschen nach Schutz durch steinerne Bauwerke sowie von Natursteinmonumenten im Zeichen der Totenehrung, wovon zahlreiche Kulturdenkmäler aus allen Zeiten Zeugnis ablegen. Heute gewinnt neben den Natursteinarbeiten an Neubauten das Bewahren alter Bausubstanz an Bedeutung, da die Umweltverschmutzung zu Steinzerfall führt.
Dir kann niemand Steine in den Weg legen, wenn du als Steinmetz und Steinbildhauer arbeitest. Vielmehr machst du aus Steinen aller Art Wände, Fußböden und Treppen. Dazu spaltest, behaust, schleifst oder polierst du den Stein – oder modellierst nach einem Modell ein richtiges Kunstwerk. Harter Stein schmückt dann in weichen Formen als Ornament oder Plastik Gebäude und lockert die Atmosphäre auf öffentlichen Plätzen auf. Du kannst dich auf Steinbildhauerei oder auf Steinmetzarbeiten spezialisieren. Marmor, Stein und Eisen bricht – aber nicht beim Steinmetz. Denn du machst die härtesten Steine noch härter und rüstest sie so gegen Umwelteinflüsse.
Steinzeit mit Hightech
Maschinen nehmen dem Handwerker harte Arbeit ab – zum Beispiel Schleifautomaten zum Bearbeiten der Oberfläche. Die Einsatzorte sind so vielfältig wie die Steinarten: Werkstätten oder Verkaufsräume der Steinmetzbetriebe, Steinbildhauereien, Bauhütten oder Baustellen. Wer handwerklich begabt ist, gern mit einem Naturprodukt – Naturstein – arbeitet und auch mit Technik umgehen kann, für den ist dieser Beruf genau das Richtige.
Fingerspitzengefühl und Kunstverständnis
Für die Feinheiten der Steinbildhauerei brauchst du das Fingerspitzengefühl der menschlichen Hand – vor allem bei der Restaurierung von Ornamenten und Profilen oder bei der Rekonstruktion historischer Gebäudeteile in der Denkmalpflege. Der Steinmetz und der Steinbildhauer erhalten wertvolle Kulturdenkmäler. Ihre kunstvollen Arbeiten sind auch bei der Grabmalherstellung sehr gefragt.
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Facts:
Fachrichtung Steinmetzarbeiten:
Fachrichtung Steinbildhauerarbeiten:
Zwischenprüfung:
Während der Berufsausbildung ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
Gesellenprüfung:
Die Ausbildung schließt mit einer Gesellenprüfung ab.